Slogan: Einfach, flexibel, sinnvoll

Was ist eigentlich Paintball?

Was ist das Ziel des Spiels?

Beim Paintball treten zwei Mannschaften, die aus drei, fünf oder sieben Spielern bestehen, auf einem Spielfeld gegeneinander an. Das Spielfeld besitzt zahlreiche Hindernisse oder Deckungen in verschiedener Form, die der Spieler als Deckung nutzen kann oder um sich vom Gegner unbeobachtet zu bewegen. Die Spieldauer ist auf maximal fünf oder zehn Minuten begrenzt. Die Mannschaften starten gleichzeitig an den Gegenüberliegenden Enden des Spielfeldes und laufen in die ersten Deckungen. Diese dienen den Spielern als Etappenziele, hinter denen sie sich verstecken können, um den gegnerischen Farbbällen auszuweichen. Ziel des Spiels: die gegnerische Fahne, die sich am anderen Ende der Spielzone befindet, zu erreichen und sie in die eigene Startzone zu bringen. Um dem Gegner den Bewegungsfreiraum auf dem Spielfeld einzuschränken und Spielzüge zu verhindern, haben die Spieler sog. Markierer, mit denen Farbbälle (Paintballs) verschossen werden können. Im Spielverlauf scheidet jeder aus, der von einem Farbball, egal ob am Schuh, auf der Maske oder sonst wo markiert wird. Das bedeutet, dass die Bälle einen sichtbaren Farbklecks hinterlassen muss. Schafft es ein Spieler, die gegnerische Fahne in die eigene Anfangszone zu bringen, ohne getroffen zu werden, ist das Spiel sofort zu Ende.

Was macht den Reiz des Spiels aus?

Zwei Dinge machen den Reiz aus: die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten und die Schnelligkeit des Spielablaufs. Da sich alle Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld bewegen können, ergeben sich unendlich viele Kombinationen an Stellungen der Spieler zueinander, die in rascher Abfolge durchlaufen werden. Kann eine Mannschaft noch zu Beginn deutlich im Vorteil sein, weil sie ihre Spieler besser platziert hat, so kann sich diese Situation sofort ins Gegenteil kehren, wenn ein Spieler der gegnerischen Mannschaft eine Unachtsamkeit nutzt und zum Beispiel eine strategisch wichtige Deckung erreichen kann. Der einzelne Spieler muss dabei im Schutz seiner Deckung überblicken, wo sich die Teamkameraden und Gegenspieler befinden, und durch Zuruf mit den Mitspielern eine Taktik entscheiden und umsetzen.

Paintball fordert und fördert demnach viele Eigenschaften: Das Geschick, sowie das strategische Denken des Schachspielers, die Treffsicherheit eines Völkerballspielers und die Geschwindigkeit eines Fußballers. (Arne Petry, FSC Mechernich e.V.)

Wer darf spielen?

Paintball kann wirklich jeder betreiben, solange er mindestens 18 Jahre alt ist. Es gibt auch keine Trennung nach Altersstufen oder Geschlecht. Neben Reaktionsschnelle und Kommunikationsfähigkeit - die Spieler verständigen sich durch Zurufe über die jeweilige Situation - ist vor allem Teamgeist gefragt. Schließlich arbeitet man als Gruppe auf ein gemeinsames Ziel hin.

Wo darf man spielen?

Am sichersten spielt man auf zugelassenen Spielfeldern, die strengen Bestimmungen unterliegen.

Welche Vorkenntnisse braucht man?

Keine, denn Paintball kann jeder nach einer Sicherheitseinweisung in fünfzehn Minuten lernen.

Paint

Das wichtigste beim Paintball sind natürlich die Paintballs, auch Paint genannt. Der Paintball besteht aus einer Gelatinehülle, die mit einer Mischung aus Kartoffelstärke, Pflanzenöl und Lebensmittelfarbe gefüllt ist. Paint ist umweltfreundlich und ist bei normaler Witterung innerhalb von zwei Wochen biologisch rückstandsfrei abgebaut.

Woraus bestehen die Deckungen?

Als Deckungen können eigentlich viele Objekte fungieren, so z.B. Autoreifen, Paletten. Im Turniersport haben sich aber sog. Sup´Air-Deckungen bewährt, die im Prinzip luftgefüllte Kunststoffhüllen sind und die es in vielen verschiedenen Formen gibt (Zylinder, Kegel, Schläuche, etc.). Sie sind im Inneren mit Sandsäcken beschwert und werden mit Haken im Boden verankert.

Markierer

Die Luftdruckwaffen, mit denen die Paintballs verschossen werden, heißen Markierer. Sie funktionieren im Prinzip wie jedes Luftgewehr. Der Paintball wird dabei im Lauf über Druckluft oder Kohlendioxid aus einer Flasche am Markierer beschleunigt. Nach dem deutschen Waffengesetz gelten Markierer als erlaubnisfreie Waffen, d.h. man darf sie bei zugelassenen Händlern erwerben, sofern man 18 oder älter ist. Jeder Markierertyp muss von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zugelassen werden, bevor er verkauft werden darf. Diese Zulassung wird mit Prägestempeln (einer ist ein F in einem Fünfeck, der zweite informiert über den Händler) auf jedem einzelnen Markierer dokumentiert. Es gelten besondere Bedingungen für das Transportieren eines Markierers, die unbedingt zu befolgen sind (z.B. darf man keinen schussbereiten Markierer außerhalb dafür zugelassener Flächen (Spielfelder) bei sich führen). Genaue Infos erteilt der Fachhändler.

Punkte

Während eines Spiels werden Punkte für bestimmte Aktionen vergeben, wobei hier nicht - wie fälschlich angenommen - das Markieren des Gegners sondern das Erringen der gegnerischen Flagge die meisten Punkte bringt.

Regeln

Wegen des schnellen Ablauf des Spiels wird nach einem umfangreichen Regelwerk gespielt. Alle Ligen richten nach dem Deutschen Regelwerk, welches eine Anpassung an das europäische Pendant der Millennium Series und des Painball-Weltverbandes ist. Hierin sind sowohl die reinen Spielregeln wie auch die Schutzausrüstung und die Spielfeldumgebung vorgegeben. Das komplette Regelwerk gibt es als Download bei millennium-series.com

Ist Paintball ein sicherer Sport?

Wenn man sich an die Ratschläge der Sicherheitseinweisung hält, ist Paintball ein sehr sicherer Sport. Jeder Spieler muss eine Schutzmaske tragen, die paintballtauglich ist. Diese Maske schützt das Gesicht und vor allem die Augen. Das Feld ist von Netzen gesichert, so dass kein Paintball das Spielfeld verlassen kann.

Tut ein Paintball-Treffer weh?

Im ersten Moment kann ein Paintball-Treffer etwas schmerzen, aber nach kurzer Zeit lässt dieser nach, und der Treffer ist vergessen. In ungünstigen Fällen kann ein solcher Treffer auch einmal einen blauen Fleck hinterlassen.